Freiwillige Feuerwehr

   Die Freiwillige Feuerwehr in Warchau und Gollwitz

Aus früherer Zeit gibt es keine konkreten Überlieferungen zur Feuerwehr in Warchau und Gollwitz. Im allgemeinen bestand sie aus 4-5 Mann, die mit Ledereimern und einer einfachen Handdruckspritze ausgerüstet waren. Vom 10. Juli 1832 ist eine Abmachung der Gemeinden über die Hilfe und Beseitigung von Brandschäden mit 13 Paragraphen überliefert. Erst in den 30iger Jahren des 20.Jh. wurde freiwillige Feuerrwehr aufgebaut, die auch eine moderne Ausrüstung mit Motorspritze, Schläuchen, Uniform, Helmen, Gurten etc. bekam. Ein besonderes Augenmerk wurde auf den Ausbau und den Erhalt der Feuerlöschteiche gelegt, da ergiebige Wasserquellen nicht vorhanden waren. Insbesondere der Teich im Park und das sogenannte Gluckerloch wurden dafür herangezogen.            1933/34 gab es in Warchau: 1 Wehrleiter, 4 Oberfeuerwehrmänner, 16 Mannschaften                          und                     in Gollwitz:   1 Wehrleiter, 3 Oberfeuerwehrmänner, 12 Mannschaften                         1955 wurden mehrere Tiefbrunnen angelegt, um den Wassermangel zu beheben. Aber diesen Brunnen waren nicht sehr ergiebig, so dass das Wasser im Ernstfall nicht lange reichen würde.                         

Im Oktober 1956 übernahm der Tischlermeister Arno Heuke die Funktion des Wehrleiters in Warchau. Jetzt wurde der Bau von Gerätehäusern und Schlauchtrockentürmen in Warchau und Gollwitz vorangetrieben. Gollwitz war inzwischen zum Ortsteil von Warchau geworden. Alle wichtigen Arbeiten wurden von den Kameraden in Eigenleistung erbracht. So wurde vom Wehrleiter festgehalten, dass am 07.12.1956 ein Arbeitseinsatz für den Bau des Gerätehauses in Warchau statt- fand und am 14.04.1957 der Holzeinschlag (13 Festmeter) für Turm und Gerätehaus durchgeführt wurde. Am 27.04.1957 wurd in Warchau Richtfest gefeiert. Am 08.12.1957 war dann alles fertigge- stellt und es konnte die Einweihung gefeiert werde. In Gollwitz geschah das Anfang der 60iger Jahre. Zu dieser Zeit hatte die freiwillige Feuerwehr in Warchau 47 Mitglieder. Am 19.10.1958 wurde noch eine Sirene eingebaut, die die Alarmierung der Kameraden bedeutend verbesserte. Am 24.10.1958 schließen sich die Wehren von Warchau und Gollwitz zusammen. Besonders hervorzuheben sind zwei Einsätze zur Erhaltung der Löschwasserteiche. So wurde am 20./21.05.1957 der Teich im Park entkrautet und vom 18.10. bis 15.11.1959 grundlegend entschlammt und mit einem neuen Stauwehr versehen. Dadurch wurde die Wasserkapazität bedeutend erhöht.

Zu den ständigen Aufgaben der Feuerwehr gehörten in dieser Zeit auch Brandschutzkontrollen bei den Einwohnern und in Betrieben, die Teilnahme am “Nationalen Aufbauwerk”(Straßenbau, Ernteeinsätze u.ä.) und natürlich die Brandbekämpfung. Seit 1883 sind 37 Einsätze der Feuerwehren bei Bränden und anderen Ereignissen in Warchau, Gollwitz und den umliegenden Orten verzeichnet. So z.B. am 25.06.1937 beim Brand eines Schweinestalles des Gutes in Warchau, am 06.03.1944 bei einem Bombenangriff in Gollwitz mit Opfern in der Bevölkerung, am 10.01. und 01.03.1970 bei einem Einsatz zur “Befreiung” der Kleinbahn aus den Schneemassen und am13.05. 1994 bei einem Scheunenbrand nach Blitzschlag in Warchau.

In den 90iger Jahren erhält die FFW ein “neues” gebrauchtes Einsatzfahrzeug. 1996 gründet sich der Feuerwehrverein, der sich insbesondere um das kulturelle Leben kümmern will. 1968, 1988 und 1997 werden Schlauchtrockenturm und Gerätehaus in Warchau renoviert. In Gollwitz werden 1998 der Turm und 2001 das Gerätehaus abgerissen, da sie nicht genutzt werden und baufällig sind.

Die Zahl der aktiven Kameraden der Feuerwehr ist seit den 70iger Jahren rückläufig. Die Jugend- arbeit

    Rohbau in Warchau                               Feuerwehr in den 70iger Jahren des 20. Jh.

Turm und Gerätehaus in Gollwitz um 1975                     Warchau 2001

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