Das Handwerk

Auf den untergeordneten Seiten wird einiges zu den handwerklichen Traditionen in Warchau berichtet. Sehr umfangreich war das Handwerk allerdings nie vertreten.

So sind z.B. nur drei Schneidermeister bekannt. Es übrwog in so kleinen Dörfern wie Warchau und Gollwitz die Hausschneiderei. Größere Arbeiten ließ man in Wusterwitz fertigen oder kaufte zunehmend industriell gefertigte Waren.

1822 - 1844 Schneidermeister Barral                                                                                              1872 - Schneidermeister Konrad                                                                                                    1876 - Schneidermeister Müller

Ähnlich war es bei den Schumachern. Auch sie konnten sich von der geringen Auftragslage nicht ernähren. So sind nur für 1878 Schumachermeister Lüderwald und später ? Karl Höhne und sein Sohn Willi bekannt.

In den Jahren 1840 bis 1867 gab es in Warchau eine Ziegelei. Geleitet wurde sie vom Ziegel- meister Kühnemann. Tätig waren hier auch Kemnitz und Behrens. Heute erinnert nur noch der Name “Ziegeleibreite” an diesse Tradition. Der benötigte sandige Ton wurde sehr wahrscheinlich dort abgebaut. So könnte u.a. die neue Schafwäsche entstanden sein.

Tischlereien sind in Warchau in früheren Zeiten nicht nachgewiesen. Es ist überliefert, dass auf die Nachfrage der Familie von Britzke vom damaligen Pastor Krack ein Tischlermeister namens August Heinrich Heike aus dem Harzvorland empfohlen wurde. Diser kam dann um 1844 nach Warchau und war zunächst auf dem Gut und im Schloss tätig. Nachdem man an verschiedenen Stellen des Dorfes Behelfswerkstätten hatte, wurden dann eine neue Werkstatt und ein Wohnhaus errichtet, in dem die Familientraditon über drei Generationen fortgesetzt wurde. 1898 war August Heuke Tischlermeister, ab 1920 Hermann Heuke und von 1950 bis 1987 Arno Heuke. Als er das Rentenalter erreicht, endet die Tischlereitradition in unserem Ort.

1990 eröffnet Elektromeister Eberhard Müller einen Elektroinstallationsbetrieb, der sich anfänglich sehr gut entwickelt. 1999 verlagert er den Betrieb nach Wusterwitz.

Über andere Gewerke ist nichts überliefert, was aber für einen so kleinen Ort auch nicht verwunderlich ist.

Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass auch in Warchau Mitte des 19. Jahrhunderts Braunkohlegruben angelegt wurden. So sind der Rittergutsbesitzer Bernhard Adolf Franz von Britzke und sein Sohn als Besitzer der Gruben “Leimicke”, “Camilla”, “Rosenthal” und “Hoffnung” überliefert. Diese Gruben warfen aber keinerlei Gewinne ab, so dass z.B. die Grube “Hoffnung” in “Phantom”  umbenannt wurde.

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