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     Feierliche Enthüllung einer Stele mit einer Gedenktafel

     anlässlich des 100. Geburtstages von Eberhard Bethge

         

Auf Initiative des Pfarrers i.R. Dr. Günther O. Neuhaus aus Münster wurde am 30.08.2009 eine Stele zu Ehren und zum Gedenken an Eberhardt Bethge enthüllt. Der Eigentümer des ehemaligen Pfarrhauses Herr Weigel und Herr Neuhaus nehmen die Enthüllung vor.

Zuvor fand in der Warchauer Dorfkirche ein feierlicher Gedenkgottesdienst statt, bei dem Pfarrer Löhr aus Brandenburg die Predigt hielt. Er war persönlich mit Bethge bekannt.

                                                 

Etwa 60 Besucher, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Andreas Kunert, die Amtsdirektorin Gudrun Liebner, der Bürgermeister von Rosenau Rolf Geelhaar, die Schwester Eberhardt Bethges Margarete Grude und ihre Söhne,  nahmen an der Veranstaltung teil.

             

Anschließend traf man sich im Dorfgemeinschaftshaus, um interessante Details aus dem Leben und Schaffen Eberhardt Bethges kennen zu lernen. Pfarrer Siegfried Lück moderierte die Grußworte und stellte Zitate vor.

                                                  

Für alle Gäste war es ein feierlicher und interessanter Nachmittag, der ihnen eine bedeutende Persönlichkeit näher brachte.

 

 

Eberhardt Bethge wurde am 28.08.1909 als Sohn des Pfarrers Wilhelm Bethge geboren. Er lebte knapp zwei Jahre in Warchau, dann zog die Familie nach Zitz. Von hier aus führte ihn sein Lebensweg zunächst nach Magdeburg, wo er sein Abitur ablegte. ab 1929 studierte er Theologie in Königsberg, Berlin, Wien, Tübingen und Halle. 1933/34 war er Vikar beim Superintendenten in Ziesar. 1934 wurde er aus dem Predigerseminar Wittenberg verwiesen. Als Mitglied der Bekennenden Kirche lernte er 1935 Dietrich Bonhoeffer kennen. Es entwickelte sich eine feste Freundschaft.

Im Oktober 1944 wurde Eberhardt Bethge als Freund Dietrich Bonhoeffers im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler verhaftet. 20 Tage vor seinen Volksgerichtstermin wurde er am 25.04.1945 befreit. Nach dem 2. Weltkrieg war er als Pfarrer in Berlin und später in London tätig und bemühte sich um die Zusammenstellung der Manuskripte und Briefe Bonhoeffers. Er gab erste Schriften und schließlich die bedeutendste Biografie Dietrich Bonhoeffers heraus. In der Folge machte er sich als Interpret und Publizist verdient. Er verfasste Vorreden und Nachworte und war als Rezensent gefragt. Er engagierte sich als Zeithistoriker und war ein bedeutender Versöhnungstheologe nach dem Holocaust, sowie Professor in Bonn

Quelle: Dr. Günther O. Neuhaus "Eberhard Bethge: Weggefährte, Freund, Biograph Dietrich Bonhoeffers und bahnbrechender Versöhnungstheologe nach dem Holocaust"

 

  
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